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Finn Lips krönt Hörden zum Derbysieger

Nach einer gefühlten Ewigkeit kam es gestern in Hattorf endlich wieder zu einem Pflichtspiel-Derby zwischen der ersten Mannschaft vom FC Merkur und unseren Jungs in Rot und Weiß. In einem engen und kampfbetonten, aber auch stets fairem Spiel in dem sich beide Mannschaften von der ersten bis zur letzten Minute nichts schenkten, waren es am Ende die Rot-Weißen, die durch einen Last-Minute-Treffer von Finn Lips einen großartigen 2:1 Auswärtssieg feiern konnten.
Obwohl beide Teams bislang durchwachsen in die Saison gestartet waren, lag die Favoritenrolle vor der Partie beim Kreisliga-Absteiger aus Hattorf. Dieser wurden die Gastgeber in der ersten Halbzeit auch gerecht und sie fanden besser in die Partie. Bereits nach zehn Minuten gelang der Führungstreffer für die Blau-Weißen als Jens Beushausen einen Foulelfmeter souverän und unhaltbar für Nico Lauenstein verwandeln konnte. In der Folge versuchten die Rot-Weißen mehr Zugriff auf die Partie zu erlangen, klare Torchancen sprangen dabei allerdings noch nichts heraus.

Auf der anderen Seite kamen die Gastgeber durchaus zu einigen guten Möglichkeiten, schafften es allerdings nicht den bärenstarken Nico Lauenstein im hördener Tor zu überwinden. So ging es schließlich mit dem knappen Rückstand in die Halbzeitpause und es war also noch alles offen.
In der zweiten Halbzeit waren es dieses Mal die Rot-Weißen, die den besseren Start erwischten. In der 49. Minute wurde Finn Lips im gegnerischen Strafraum von den Beinen geholt und der Schiedsrichter zeigte ein zweites Mal in dieser Partie auf den Punkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Mehmet Celik ganz souverän und somit war die Partie wieder ausgeglichen und vollkommen offen. Beflügelt durch den Ausgleichstreffer kamen die Hördener immer besser ins Spiel und spielten selbstbewusst auf. Gefährliche Torchancen der Gastgeber wurden so gut wie keine mehr zugelassen und man konnte selbst des Öfteren vor dem gegnerischen Tor auftauchen. Allerdings fehlte zunächst noch die letzte Konsequenz und Konzentration im Abschluss. Die beste Chance zum Führungstreffer hatte man Mitte der zweiten Halbzeit, als Patrick Deppe nach einem Konter alleine auf das hattorfer Tor zulaufen konnte und aus gut 25 Metern versuchte den Ball am herauseilenden Torwart vorbei zu schieben. Dieser konnte den Schuss jedoch mit einer Hand abwehren. Haken an der Sache: bei dieser Aktion stand der Schlussmann der Gastgeber gute drei Meter vor! dem Strafraum. Da der Schiedsrichter angeblich die Linie nicht klar erkennen konnte, blieb auch die eigentlich fällige rote Karte aus und es ging in voller Besetzung weiter. Je näher das Ende des Spiels rückte, desto mehr versuchten die Gastgeber auf den Führungstreffer zu drängen, die Hördener versuchten weiter auf Konter zu lauern. Klare Aktionen kamen dabei allerdings nicht weiter zustande, da bei beiden Mannschaften nach und nach die Kräfte schwanden, nachdem im Spiel sehr viel investiert wurde. Als bereits alles auf eine Punkteteilung hindeutete, schlug die große Stunde von Finn Lips. Mit einem letzten Konter gelang es Mehmet Celik und Finn Lips in der 89. Minute noch einmal mit Tempo auf das gegnerische Tor zuzulaufen und sie spielten diesen mit den letzten Kräften mustergültig aus. Nachdem Mehmet Celik mit Ball in den Strafraum eindringen konnte, wurde dieser quer gelegt auf den freistehenden Finn Lips, der keine Mühe hatte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie zu schieben. Der anschließende Jubel kannte keine Grenzen mehr. Da der Torschütze mit den hördener Fans jubeln wollte und dabei das Spielfeld verließ, war es gleichzeitig auch seine letzte Aktion, denn er sah dafür die zweite gelbe Karte und wurde des Feldes verwiesen. Diese Spielfeldmarkierung an der Seite war für den Schiedsrichter scheinbar besser zu erkennen als die Strafraumbegrenzung. Aber sei’s drum, drei Minuten später wurde die Partie abgepfiffen und Rot-Weiß Hörden stand als Derbysieger fest!
Eine bärenstarke Leistung eines jeden Einzelnen auf dem Platz. Wille, Leidenschaft, Kampf. Es war alles vorhanden was benötigt wird, um solche Spiele für sich zu entscheiden. Nun gilt es diesen Schwung mitzunehmen in die nächste schwere Partie am kommenden Sonntag auf heimischen Platz gegen den Tabellenzweiten TSC Dorste.

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